Billard – ein variantenreiches Spiel mit Geschichte

April 30th, 2013

Präzision und Geschicklichkeit

Billard ist ein Spiel, bei welchem zwei Teams oder zwei Personen gegeneinander antreten. Dabei werden mehrere Billardkugeln mit dem sogenannten Queue nach bestimmten Regeln auf einem Billardtisch gestoßen, welcher mit Billardtuch bespannt ist. Es gibt verschiedenfarbige Kugeln, von denen vom Spieler nur die weiße, auch Spielball genannte, angestoßen wird. Diese hat dann die Aufgabe, die anderen Kugeln anzustoßen. Billard ist am zutreffendsten als Präzisionssportart zu beschreiben, da vom Spieler viel Konzentration, Präzision und Geschicklichkeit verlangt werden.

Ursprünge und Verbreitung

Ursprünglich stammt Billard aus Frankreich und Großbritannien. Es entwickelte sich als Ballspielvariante, die auch bei schlechtem Wetter gespielt werden kann, aus Ballspielen wie Kricket, Golf und Croquet. Der erste verzeichnete Billardtisch gehörte im Jahre 1470 dem französischen König Ludwig XI.. In den darauf folgenden Jahrhunderten verbreitete sich das Spiel zuerst in den Königshäusern und dann auch innerhalb der Bevölkerung. Heutzutage gibt es Billardvereine und –Turniere und viele weitere Möglichkeiten, Billard zu spielen. Man kann problemlos Billardtische kaufen und sich online oder in Büchern über das Regelwerk informieren. Seit 1998 ist die Sportart auch olympisch offiziell anerkannt.

Die unterschiedlichen Spielarten von Billard

Beim Billard gibt es viele verschiedene Spielarten mit Unterschieden in der Größe des Tisches, der Anzahl der Kugeln und im Regelwerk. Insgesamt wird zwischen bis zu 35 Spielarten unterschieden. Die folgenden sind die derzeit populärsten:

 

  1. Poolbillard: Bei dieser Spielart wird mit einem weißen Spielball und 15 farbigen Bällen, den sogenannten Objektbällen, gespielt. Nur der Spielball darf gestoßen werden. Abwechselnd stoßen die Spieler, bis das Spiel durch direktes Einlochen einer Kugel beendet wird. Zum Poolbillard gehören auch 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball und 14/1 endlos.
  2. Carambolage: Bei Carambolage wird mit nur drei Kugeln in den Farben weiß, rot und gelb gespielt. Ein Unterschied zu anderen Billardarten ist es, dass Kugeln hier nicht versenkt werden. Der Tisch besitzt keine Löcher. Stattdessen geht es darum, die Kugeln auf bestimmte Weise zu treffen.
  3. Kegelbillard: Hier wird auf einem kleineren Carambolage-Tisch und mit drei Carambolage-Bällen gespielt. In der Mitte des Tisches werden fünf oder neun kleine Kegel aufgestellt, von denen möglichst viele umgeworfen werden müssen.
  4. Snooker: Beim Snooker werden 15 rote und 6 andersfarbige Bälle gespielt. Auch hier darf nur die weiße Kugel angestoßen werden. Ein Snookertisch ist ein besonders großer Billardtisch.
  5. Russisches Billard: Diese Spielvariante ist besonders in den GUS-Statten populär. Es wird mit 16 Kugeln gespielt, die sehr groß sind. Auch der Tisch ist mit einer Größe von 12 Fuß sehr groß. Die Tascheneinlaufbreite beträgt 73 Millimeter.

Englisches Billard: Auch diese Spielart wird auf einem 12-Fuß-Tisch gespielt. Dieser besitzt 6 Taschen. Englisches Billard wird von zwei Personen und mit drei Kugeln gespielt. Die Regeln dabei sind eine Kombination aus Regeln der anderen Spielarten.

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8-9-10-Ball Cup – Bistro Billard-Cafe Carambolage – Klingenberg a. Main

Januar 4th, 2012

Auch im Jahre 2012 findet – wie in den Jahren zuvor – im Bistro Billard-Café Carambolage in Klingenberg a. Main die monatliche Turnierserie als “8-9-10-Ball Cup” statt. Die Turnierserie findet immer am 1. Dienstag im Monat statt. Weitere Informationen werden auf dieser Seite bereitgestellt. Hier finden Sie auch die aktuelle Rangliste und das Turnierplakat im PDF Format zum Downloaden.

Player of the Decade – Wahl des Spielers des Jahrzehnts!

Dezember 21st, 2009

Die Wahl des Spielers des Jahrzehnts (Billiards Digest) läuft noch bis 31.12.09.

Women: Karen Corr – Allison Fisher – Kelly Fisher – Ga Young Kim
Men: Johnny Archer – Mika Immonen – Efren Reyes – Ralf Souquet

Mein klarer Favorit ist natürlich Ralph Souquet!
Abstimmen Leute <<<

[ Every December, the BD staff begins crunching the numbers in an effort to assemble the Almanac & Awards section that fills up February’s issue. But this year, something special is accompanying the turning of the calendar from one year to the next. We are about to say bye-bye to a nameless decade (the “Aughts”? “Zeroes”? “Double Os”?), which means we’re on the hot seat to name our Player of the Decade.

Running through December, BD.com will host an online poll so pool fans can let their voices be heard on who should be named Player of the Decade. When we run our Player of the Decade feature in February, we’ll include the voting results alongside the two winners chosen by the Billiards Digest staff. ] (Billiards Digest)

9 Ball Break by Saban

November 3rd, 2009

10-Ball Regeln

März 2nd, 2009

9. Zehnball

9.1 Entscheidung über den Anstoß
9.2 Der Aufbau beim Zehnball
9.3 Regelgerechter Anstoß
9.4 Zweiter Stoß des Spiels – Push Out
9.5 Ansagespiel
9.6 Sicherheitsspiel
9.7 Unkorrekt versenkte Kugeln
9.8 Fortführung des Spiels
9.9 Wiedereinsetzen der Kugeln
9.10 Standardfouls
9.11 Schwerwiegende Fouls
9.12 Patt

9. Zehnball
Zehnball ist ein Ansagespiel, welches mit der Weißen und zehn Objektkugeln gespielt wird, die von eins bis zehn durchnummeriert sind. Die Kugeln werden in aufsteigender numerischer Reihenfolge angespielt. Wird die 10 mit einem korrekten Anstoß versenkt, so wird sie wieder aufgebaut und der anstoßende Spieler verbleibt an der Aufnahme. Pro Stoß darf jeweils nur eine Kugel angesagt werden außer beim Anstoß, wo keine Kugel angesagt werden darf. (Siehe 9.5 Ansagespiel).

9.1 Entscheidung über den Anstoß
Derjenige Spieler, der das Ausstoßen gewinnt, bestimmt, wer den ersten Anstoß durchführen muss. (Siehe 1.2 Ausstoßen des Anstoßrechts). Normalerweise wechselt beim Zehnball das Anstoßrecht von Spiel zu Spiel (Wechselbreak). In den Regularien unter Punkt 15 werden jedoch weitere Alternativen hierfür aufgezeigt.

9.2 Der Aufbau beim Zehnball
Die Objektkugeln werden so eng aneinander wie möglich in der Form eines Dreiecks zusammengelegt, wobei die 1 an der vorderen Spitze und die 10 in der Mitte der Raute platziert wird. Die 1 liegt auf dem Fußpunkt. Alle anderen Kugeln werden nach dem Zufallsprinzip aufgebaut. Es darf keinem absichtlichen Muster gefolgt werden. (Siehe auch Regularien 4., Aufbau / Einklopfen der Kugeln).

10-Ball Aufbau (Ten Ball)

9.3 Regelgerechter Anstoß
Folgende Regeln gelten für den Anstoß:
(a) Die Weiße wird aus dem Kopffeld gespielt; und
(b) Falls keine Kugel versenkt wird, müssen mindestens vier Objektkugeln an eine oder mehrere Banden laufen, oder der Stoß gilt als Foul (Siehe auch Regularien 17., Bedingungen für den Anstoß).

9.4 Zweiter Stoß des Spiels – Push Out
Falls beim Anstoß kein Foul begangen wurde, kann der danach aufnahmeberechtigte Spieler entscheiden, einen „Push Out“ zu spielen. Er muss diese Absicht dem Schiedsrichter mitteilen. Während eines Push Outs entfallen Regeln 6.2 Falsche Kugel und 6.3 Keine Bande nach der Karambolage für diesen Stoß. Falls bei einem Push Out kein Foul begangen wird, kann der Gegner sich aussuchen, ob er den Tisch übernehmen möchte, oder ob der Spieler noch einmal stoßen muss. Wird die 10 bei einem Push out versenkt, so wird sie straflos wieder aufgebaut.

9.5 Ansagespiel
Außer beim Anstoß muss der Spieler immer ansagen, welche Kugel er in welche Tasche spielen möchte, falls das nicht offensichtlich ist. Details eines Stoßes wie anzulaufende Banden oder andere Kugeln, die während des Stoßes angelaufen werden sollen, müssen nicht angesagt werden.
Damit ein angesagter Stoß für den Spieler zählen kann, muss der Schiedsrichter der Überzeugung sein, dass der Stoß so resultiert wie beabsichtigt. Jegliche mögliche Verwirrung, die z. B. durch Banden, Kombinations- oder andere unvorhersehbare Stöße eintreten kann, sollte dadurch vermieden werden, dass der Spieler in diesem Fall die entsprechende Tasche und das Loch ansagt. Falls der Schiedsrichter oder der Gegner sich nicht sicher sind, welche Ansage vorliegt, können sie den Spieler danach fragen.

9.6 Sicherheitsspiel
Der sich am Tisch befindliche Spieler kann jederzeit eine Sicherheit ansagen. Das bedeutet, dass er die korrekte Kugel anspielt, ohne irgendeine Kugel zu versenken und seine Aufnahme ist beendet. Versenkt der Spieler jedoch die angespielte Kugel, so hat der Gegner die Wahl, ob er den Tisch so übernimmt, wie er ist und weiter spielt, oder ob er den Tisch an den Spieler zurück gibt. (Siehe auch 9.7 Unkorrekt versenkte Kugeln; diese Regel trifft hier ebenfalls zu).

9.7 Unkorrekt versenkte Kugeln
Falls ein Spieler die angesagte Kugel nicht in die angesagte Tasche versenkt und im Verlauf des Stoßes fällt die angesagte Kugel irgendwo anders oder eine andere Kugel fällt in irgendeine Tasche, so ist die Aufnahme für den Spieler zunächst beendet und der Gegner hat die Wahl, ob er den Tisch übernimmt oder die Aufnahme an den Spieler zurück gibt.

9.8 Fortführung des Spiels
Solange der Spieler eine angesagte Kugel regelgerecht mit einem Stoß versenkt (außer beim Push Out, siehe 9.4 Zweiter Stoß des Spiels – Push Out), bleiben alle zusätzlich versenkten Kugeln aus dem Spiel (außer der 10; siehe 9.9 Wiedereinsetzen von Kugeln), und der Spieler darf seinen nächsten Stoß ausführen. Wenn ein Spieler die 10 regelgerecht in die angesagte Tasche versenkt (außer beim Push Out), gewinnt er das Spiel. Wenn der Spieler keine Kugel versenkt oder ein Foul begeht, ist seine Aufnahme beendet, und der Gegner kommt an den Tisch. Wurde kein Foul begangen, muss der Gegner von dort aus weiterspielen, wo der Spieler die Weiße hinterlassen hat.

9.9 Wiedereinsetzen der Kugeln
Wenn die 10 mit einem Foul, während eines Push Outs oder beim Anstoß versenkt wird, oder unabsichtlich in eine falsche Tasche fällt oder vom Tisch springt, wird sie wieder aufgebaut. (Siehe 1.4 Wiedereinsetzen von Kugeln). Keine andere Objektkugel wird ansonsten wieder aufgebaut.

9.10 Standardfouls
Falls der aufnahmeberechtigte Spieler ein Standardfoul begeht, wechselt die Aufnahme über zu seinem Gegner. Die Weiße wird dem Gegner in die Hand gegeben und er darf sie überall auf dem Tisch platzieren. (Siehe 1.5 Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch – Ball in hand). Folgende sind Standardfouls im Zehnball:

6.1 Weiße fällt in eine Tasche oder springt vom Tisch
6.2 Falsche Kugel Die erste Objektkugel, die von der Weißen berührt wird, muss immer die Kugel mit der niedrigsten Nummer sein, die sich noch auf dem Tisch befindet.
6.3 Keine Bande nach der Karambolage
6.4 Kein Fuß auf dem Boden
6.5 Kugel, die vom Tisch springt Die einzige Kugel, die wieder eingesetzt wird, wenn sie vom Tisch gesprungen ist, ist die 10.
6.6 Berühren der Kugeln
6.7 Durchstoß / Press liegende Kugeln
6.8 Schieben der Weißen
6.9 Sich noch bewegende Kugeln
6.10 Falsches Positionieren der Weißen
6.12 Queue auf dem Tisch
6.13 Stoßen außerhalb der eigenen Aufnahme
6.15 Zeitspiel

9.11 Schwerwiegende Fouls
Die Strafe für drei Fouls gemäß Regel 6.14 Drei aufeinanderfolgende Fouls ist der Verlust der derzeit gespielten Partie. Für Fouls gemäß Regel 6.16 Unsportliches Verhalten wird der Schiedsrichter die Strafe entsprechend der Art und Weise des begangenen Fouls anpassen.

9.12 Patt
Falls der Schiedsrichter eine Partie als Patt wertet, wird die Partie neu begonnen. Der Spieler, der ursprünglich die als Patt bewertete Partie angestoßen hat, hat wiederum das Anstoßrecht. (Siehe 1.12 Patt).

Quelle:
WORLD POOL-BILLIARD ASSOCIATION (www.wpa-pool.com)
Version: 26/05/2008
Deutsche Übersetzung von Thomas Overbeck
pdf Download der Deutschen Übersetzung.
Originalregel: Ten Ball (effective from 1 Jan. 2009)

Bild: 10-Ball Peter